Steinbrück übersetzt

Spiegel Kolumnist Fleischhauer hat dankenswerterweise einige kernige Zitate des künftigen Bundestagswahlverlierers Peer Steinbrück zusammengetragen. Ich übersetze die mal eben:

„Soziale Gerechtigkeit muss künftig heißen, eine Politik für jene zu machen, die etwas für die Zukunft unseres Landes tun, die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitsplätze schaffen, kurzum, die Leistung für sich und die Gesellschaft erbringen. Um die – und nur um sie – muss sich Politik kümmern.“
November 2003, „Die Zeit“
HAM SE GEDIENT?!“

„Die Leute werden denken, was für ein Scheißtyp. Aber der steht wenigstens zu dem, was er für richtig hält.“
Mai 2006, „Die Zeit“
„Wer Lobby fürs Kapital macht muß sich manchmal böse Sprüche anhören. Zum Trost gibt’s fette Kohle. Höhöhö.“

„Im übrigen bin ich skeptisch, was die Einführung eines gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohns angeht. Ich sehe einfach nicht, wie der funktionieren soll.“
Juni 2006, „Bild am Sonntag“
„Ich bin im übrigen ein kleinbürgerlicher Spießer und habe keine Fantasie. Alles soll bleiben wie Es ist weil mir geht’s gut. Höhöhö.“

„25 Prozent Steuern auf einen Betrag von x sind besser als 42 Prozent auf gar nix.“ September 2006, „Berliner Zeitung“
„Wer zahlt schafft an! Und ich und meine Wirtschaftskumpels zahlen hier. Wenn wir Lust darauf haben. Höhöhö.“

„Wir ziehen eine Flunsch wegen der Popularität der Kanzlerin. Wir klagen darüber, dass die Globalisierunguns erwischt, obwohl Deutschland davon profitiert. Wir heulen, weil wir Reformpolitik machen müssen. Wir heulen ein bisschen über Hartz IV und über die Agenda 2010. Da sagen die Menschen: Wenn die sich nicht vertrauen, warum soll ich ihnen vertrauen?“
August 2007, „Frankfurter Rundschau“
[keine Übersetzung. Man muß wahrscheinlich Jan Fleischhacker sein um diesem Satz irgend eine sinnvolle Aussage abgewinnen zu können.]

„Die Vorstellung aus der Sicht der SPD, sie würde Eindruck machen bei den Wählern durch ein Herumkritteln an der Kanzlerin, ist ein Irrtum.“
August 2007, „Frankfurter Rundschau“
„Führer sind dazu da um ihnen zu folgen. Ich will der nächste sein. Da kann ich auch keine Kritik brauchen. Alles hört auf mein Kommando!“

„Ich habe doch keine Lust, bis 70 in dieser Mühle zu stecken. Um Himmels willen, es gibt noch so viele Dinge außerhalb der Politik.“
Februar 2008, „Park Avenue“
„Ich mach den Job doch nicht des Geldes wegen. Ich kanns mir leisten zu machen was ich will also seid gefälligst dankbar ihr kleinen A*schf*ckerschw*ine!“

„Zurück zum Mythos der zu geringen Besteuerung der ‚Reichen‘. Auch er verliert seine Ausstrahlung durch trockene Statistik. Das oberste Einkommensfünftel leistet 68 Prozent aller Steuerzahlungen. Die unteren 50 Prozent aller Einkommensteuerpflichtigen tragen hingegen gerade einmal 6,5 Prozent und die untersten 20 Prozent lediglich 0,1 Prozent zum Steueraufkommen bei. Soll man das einen verteilungspolitischen Skandal nennen?“
September 2010, „Unterm Strich“
„Eure Armut kotzt mich an.“

„Heute wäre die Werbung für eine Große Koalition keine Regelverletzung und könnte sich einer wärmeren Begrüßung gewiss sein. Hochverrat sei eine Frage des Datums, soll der französische Außenminister Talleyrand auf dem Wiener Kongress 1815 gesagt haben. Darin kannte er sich aus.“
September 2010, „Unterm Strich“
„Ich bin Opportunist. Das ist super weil ich dazu stehe. Der Nachsatz ‚ich steh dazu‘ tilgt alles. Ich geile Sau!“
Alternative Übersetzung: „Ihr kleinen Hosenscheißer habt doch alle keine Ahnung. Folgt mir ich führe. Und Schnauze halten!“

„Ich bin für die Rente mit 67, schlicht, weil es anders nicht geht. Die Demografie lässt sich nicht überlisten.“
Januar 2011, „Deutsche Handwerks Zeitung“
„Deutschland Deutschland über alles/ Über alles in der Welt.“

„Man darf die Starken in ihrer Leistungswilligkeit nicht so provozieren und so verprellen, dass sie den Solidarvertrag aufkündigen.“
Dezember 2011, auf ntv
„Wer nicht vortragen kann soll auch nicht essen.“

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Das wird man ja wohl noch verteufeln dürfen!
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Eine Antwort zu Steinbrück übersetzt

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